Kita-Erstausstattung: Was euer Kind in Krippe und Kita braucht

Aktualisiert am · Redaktion KitaNamen.de

Vor dem ersten Kita-Tag bekommt ihr von der Kita meist eine Liste. Diese Checkliste fasst zusammen, was Kitas typischerweise verlangen, und worauf Unfallversicherung und Fachbehörden beim Kauf hinweisen. Maßgeblich ist immer die Liste eurer Kita.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fast immer gefragt: Hausschuhe, Wechselkleidung, Matschhose und Gummistiefel.
  • In der Krippe kommen Windeln, Feuchttücher und oft Wundcreme und Bettwäsche dazu.
  • Alles mit Namen kennzeichnen – darum bitten viele Kitas ausdrücklich.
  • Sicherheit: keine Kordeln am Hals, Schlauchschal statt Wickelschal, Fahrradhelm nur zum Fahren.

Checkliste: Das braucht euer Kind in der Kita

Die Liste orientiert sich an den Elterninformationen mehrerer Kitas (siehe Quellen). Nicht jede Kita verlangt alles, manche stellen etwa Getränke oder Bettwäsche selbst.

Kleidung und Schuhe

  • Hausschuhe mit rutschfester Sohle oder Rutschsocken mit Noppen
  • Wechselkleidung: Hose, Pullover, T-Shirt, Unterwäsche oder Body, Strumpfhose oder Strümpfe
  • Matschhose, Regen- oder Matschjacke und Gummistiefel – Kinder gehen bei fast jedem Wetter raus
  • Kopfbedeckung passend zur Jahreszeit: Sonnenhut im Sommer, Mütze im Winter

Für Krippenkinder

  • Windeln, Feuchttücher, oft auch Wickelunterlage und Wundcreme
  • Bettwäsche oder Schlafsack, wenn euer Kind in der Kita schläft
  • Kuscheltier, Schnuller oder Schmusetuch für die Eingewöhnung
  • bei Bedarf Lätzchen

Essen, Trinken und Sonstiges

  • Brotdose oder Brottasche, die euer Kind selbst öffnen kann, mit einem ausgewogenen Frühstück
  • Trinkflasche, falls die Kita keine Getränke stellt
  • Sonnencreme mit Namen zum Nachcremen im Frühling und Sommer
  • Fotos vom Kind oder ein Ordner, wenn die Kita danach fragt
  • Unterlagen wie der Nachweis über den Masernschutz – siehe Unterlagen bei der Aufnahme

Kleidung für draußen: Worauf ihr achten solltet

Kita-Kleidung sollte praktisch sein, sich leicht an- und ausziehen lassen und dreckig werden dürfen. Beim Kauf von Jacken, Pullis und Schals lohnt ein Blick auf den Halsbereich: Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) können Kinder beim Klettern mit Kordeln oder Schals an Spielgeräten hängen bleiben, Kapuzen können sich an Pfosten oder Ästen verfangen. Die DGUV rät deshalb:

  • Schlauchschal statt Wickelschal – ein Wickelschal kann sich „einfädeln“.
  • Kleidung ohne Kapuze oder mit Kapuzen, die mit Druckknöpfen oder Klett befestigt sind; festgenähte Kapuzen nach innen schlagen.
  • Kordeln und Schnüre nur mit Sollbruchstellen.

Sonnenschutz: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfiehlt geeignete Kleidung und Kopfbedeckung und für Kinder Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50+. Säuglinge und Kleinkinder sollen nicht in die direkte Sonne.

Hausschuhe und Wechselkleidung

Drinnen tragen Kinder Hausschuhe mit rutschfester Sohle, manche Kitas erlauben auch Rutschsocken mit Noppen. Die Wechselkleidung bleibt meist an der Garderobe. Kinder wachsen schnell: Prüft alle paar Wochen, ob Hausschuhe und Wechselkleidung noch passen und zur Jahreszeit passen, und füllt nach, was benutzt wurde.

Rucksack, Brotdose und Trinkflasche

Kitas wünschen sich eine Brotdose oder Brottasche mit leicht zu öffnendem Verschluss, damit Kinder selbstständig essen können. Manche Kitas stellen Wasser und Tee, dann braucht euer Kind keine eigene Trinkflasche.

Vorsicht bei „Bambusware“: Geschirr, das als Bambus beworben wird, besteht laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) meist aus Melamin-Formaldehyd-Harz mit Bambusfasern. Für heiße Speisen und Getränke und für die Mikrowelle ist es nicht geeignet. Für kalte oder lauwarme Lebensmittel erwartet das BfR kein Gesundheitsrisiko.

Alles mit Namen kennzeichnen

Damit nichts verwechselt wird, bitten viele Kitas, alle persönlichen Sachen mit dem Namen des Kindes zu kennzeichnen: Kleidung, Hausschuhe, Brotdose, Trinkflasche und Sonnencreme. Welche Methode wofür taugt – Namensaufkleber, Bügeletiketten, Namensbänder oder Stempel –, steht in unserem Ratgeber Namensaufkleber für die Kita.

Sicherheit: Helm, Ketten und Spielzeug mit Seilen

Die DGUV weist auf Strangulationsgefahren hin, die Eltern beim Packen vermeiden können:

  • Fahrradhelm nur zum Fahren: Kinder können mit dem Helm in Öffnungen von Spielgeräten hängen bleiben. Vor dem Spielen absetzen.
  • Schlüsselbänder und lange Halsketten vor dem Spielen auf Spielgeräten ablegen.
  • Spielzeug mit Seilen wie Springseile oder Pferdegeschirre nicht mit auf Klettergeräte nehmen.

Häufige Fragen

Was braucht mein Kind am ersten Kita-Tag?
Meist Hausschuhe oder Rutschsocken, Wechselkleidung, Matschhose und Gummistiefel, bei Krippenkindern außerdem Windeln und Feuchttücher. Ein Kuscheltier, Schnuller oder Schmusetuch hilft bei der Eingewöhnung. Was eure Kita genau erwartet, erfahrt ihr im Aufnahme- oder Erstgespräch.
Wie viel Wechselkleidung braucht mein Kind in der Kita?
Mindestens einen vollständigen Satz aus Hose, Pullover, T-Shirt, Unterwäsche oder Body und Strümpfen, passend zu Größe und Jahreszeit. Die Wechselkleidung bleibt meist an der Garderobe. Prüft alle paar Wochen, ob sie noch passt, und füllt nach, wenn etwas benutzt wurde.
Muss ich die Sachen für die Kita mit Namen beschriften?
Viele Kitas bitten ausdrücklich darum, damit nichts verwechselt wird: Kleidung, Hausschuhe, Brotdose, Trinkflasche und Sonnencreme. Mit Namensaufklebern, Bügeletiketten oder einem Wäschestift geht das schnell.
Darf mein Kind mit Fahrradhelm auf den Spielplatz?
Nein. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung warnt, dass Kinder mit dem Helm in Öffnungen von Spielgeräten hängen bleiben und sich strangulieren können. Der Helm gehört zum Fahren auf den Kopf, beim Spielen nicht.

Quellen